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Floyd Mayweather Jr.
vs.
Marcos Rene Maidana
F. Mayweather Jr.
Geburtsd.:
24.02.1977
Größe:
1.73 m
Gewicht:
66,225 kg
Nationalität:
USA
Bilanz:
47 (26 KOs) - 0 - 0
Kampfname:
Pretty Boy
M. R. Maidana
Geburtsd.:
17.07.1983
Größe:
1.70 m
Gewicht:
66,22 kg
Nationalität:
Argentinien
Bilanz:
35 (31 KOs) - 4 (0 KO) - 0
Kampfname:
El Chino
Letzte Aktualisierung: 16:13:12
Nach dem Kampf
 
Mit der wieder genährten Hoffnung auf den großen Showdown zwischen Floyd Mayweather jr. und Manny Pacquiao darf ich mich nach einer langen Box-Nacht aus dem MGM Grand verabschieden und Ihnen einen schönen Sonntag wünschen. Ich danke für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit. Das nächste deutsche Box-Highlight steht in zwei Wochen auf dem Programm, wenn "König" Arthur Abraham seinen WBO-WM-Titel im Supermittelgewicht gegen den Briten Paul Smith verteidigt. Wir werden dann natürlich wieder live berichten. Bis dann!
Nach dem Kampf
 
Marcos Maidana hat seine ganz eigene Sicht auf die Szene mit dem Handbiss und erstaunlicherweise auch auf den Kampfausgang: "Wie soll ich ihn den beißen, wenn ich den Mundschutz trage? Er hat den Handschuh in meinen Mund gehalten, aber ich habe ihn nicht gebissen. Ich bin immer nach vorne marschiert und glaube, dass ich den Kampf eindeutig gewonnen habe." Diese Meinung hat "El Chino" vermutlich exklusiv.
Nach dem Kampf
 
Und dann sagt Mayweather das, was alle Fans seit Jahren hören wollen: "Wenn Manny Pacquiao seinen nächsten Kampf gewinnt, dann sollten wir es machen. Lasst uns kämpfen!" Vielleicht kommt es vor Mayweathers Rücktritt also doch noch zu dem einen Duell, auf das die Welt wartet.
Nach dem Kampf
 
Im Interview nach dem Kampf beschwert sich Mayweather noch mal über den "Vampir-Angriff" von Maidana. "Er hat mich in die Hand gebissen. Nach der achten Runde waren meine Finger taub. Er ist ein starker Gegner, aber ich habe ihn klar geschlagen. Und das ist alles, was zählt. Ich hätte vieles noch besser machen können. Aber am Ende zählt das Ergebnis."
Nach dem Kampf
 
Hier ist das offizielle Ergebnis: 115:112, 116:111 und 116:111 - das ist dann doch knapper, als es hätte sein müssen. Aber am Ende steht trotz allem ein ungefährdeter Sieg.
Nach dem Kampf
 
Locker und leicht erboxt sich Floyd Mayweather jr. seinen 47. Sieg im 47. Profikampf. Am Ende dürfte es auf den Punktzetteln 119:108 heißen. Maximal eine Runde kann man Maidana geben, die aber durch den Punktabzug in der zehnten Runde wieder egalisiert wird.
 
Das war's. Der Kampf ist vorbei. Marcos Maidana ist erlöst.
 
Dem Anführer des "Money Team" werden die Buhrufe herzlich egal sein. Er gewinnt diesen Kampf haushoch und glasklar - auch wenn der angekündigte KO wie erwartet ausbleibt.
 
Da Mayweather das Schlagen eingestellt hat und nur noch wegläuft, wird das Publikum im MGM Grand unruhig und bedenkt ihn mit einem gellenden Pfeifkonzert.
 
Jetzt tanzt Mayweather nur noch, hüpft wie das Duracell-Häschen durch den Ring und gibt Maidana nicht den Hauch einer Chance, ihn zu treffen.
 
Auf geht's in die zwölfte und letzte Runde.
Rundenpause
 
Es bleibt beim Alten: Floyd Mayweather gewinnt hier eine Runde nach der nächsten und produziert ein weiteres Lehrvideo für alle, die wissen wollen, wie Boxen im Idealfall aussieht.
 
Auch die vorletzte Runde ist vorbei.
 
Natürlich weiß Floyd Mayweather, dass er nichts mehr machen muss, um diesen Kampf klar zu gewinnen. Auf der anderen Seite hat er großspurig einen KO-Sieg angekündigt. Der liegt aber nicht in der Luft.
 
Mayweather arbeitet zum Körper und rutscht dabei mit seinen Haken etwas tief ab. Maidana nimmt sich eine kleine Auszeit, um wieder zu Luft zu kommen. Das ist nach Tiefschläge in den Regeln so vorgesehen.
 
Maidana feuert aus allen Rohren, trifft dabei wiederholt auch den Hinterkopf von Mayweather, der sich aber nicht groß beschwert.
 
Es geht in die Championship Rounds. Der elfte Durchgang beginnt.
Rundenpause
 
Dass Maidana auf den Scorecards keine Chance mehr hat, ist sowieso klar. Zu allem Überfluss verliert er diese Runde durch den Punktabzug sogar mit 10:8.
 
Die zehnte Runde ist beendet.
 
Maidana wird sauer und geht schon früh "all in". Der Argentinier stürmt auf Mayweather zu und deckt ihn an den Seilen mit Schlägen ein. Doch wieder kann sich der "Pretty Boy" entziehen.
 
Stattdessen ringt und stößt "El Chino" den Pound-for-Pound-King zu Boden. Mayweather nutzt das für ein bisschen Theatralik. Bayless reagiert und zieht Maidana einen Punkt ab.
 
Es bleibt dabei: Mayweather trifft Maidana, wie er will. Der Argentinier hat dagegen keine Chance, eigene Treffer zu landen.
 
Runde 10 wird eingeläutet.
Rundenpause
 
Nach Punkten ist Mayweather auch heute wieder nicht zu schlagen. Acht der neun Runden hat "Money" klar für sich entschieden. Maidana braucht den KO - oder einen noch gezielteren Biss.
 
Das war die neunte Runde.
 
Doch dann besinnt sich der "Pretty Boy" wieder auf seine eigentlichen Stärken und boxt Maidana aus. Der Argentinier ist nach wie vor chancenlos.
 
Auf der anderen Seite scheint der Argentinier Mayweather zumindest für einen Moment aus dem Konzept gebracht und provoziert zu haben. Der vergisst für einen Moment die hohe Boxschule und lässt sich auf eine etwas unsauberere Keilerei ein.
 
Aus dem Biss spricht natürlich auch die Verzweiflung von Marcos Maidana, dem es einfach nicht gelingt, saubere Treffer zu landen.
 
Die neunte Runde läuft.
Rundenpause
 
Die "Vampir-Attacke" dürfte Marcos Maidana auf den Punktzetteln nicht wesentlich weiterhelfen. Auch die achte Runde geht klar an Mayweather.
 
Ende von Runde 8.
 
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es weiter. Die Zeitlupe zeigt tatsächlich, dass Maidana zumindest versucht hat, den Amerikaner in den linken Daumen zu beißen. Mike Tyson, der ebenfalls am Ring sitzt, denkt sich vielleicht: Darauf hätte ich mal kommen sollen...
 
Was ist da passiert? Floyd Mayweather beschwert sich lautstark über ein Foul von Maidana. Er sagt, er sei in die Hand gebissen worden. Der Kampf ist unterbrochen.
 
Die Bewegungen des 37-jährigen Amerikaners sind nach wie vor eine Augenweide. In einem Moment steht er mit dem Rücken zum Seil, im nächsten hat er den Spieß umgedreht und deckt Maidana seinerseits am Seil mit Schlägen ein.
 
Verausgabt hat sich Maidana in diesem Kampf bislang mit Sicherheit nicht. So langsam wäre es aber Zeit, dass er das Tempo anzieht und Mayweather unter Druck setzt, sonst joggt dieser hier den ungefährdeten Sieg gemütlich nach Hause.
 
Die achte Runde hat begonnen.
Rundenpause
 
Im Moment heißt es nur immer wieder: "Money in the bank". Mayweather steckt eine Runde nach der anderen in seinen Sparstrumpf.
 
Damit ist auch die siebte Runde vorbei.
 
Mayweather variiert auch gut, streut immer wieder Körperhaken ein, schlägt Gerade und Haken aus allen Winkeln. Das sieht im Moment schon sehr souverän aus.
 
So langsam muss sich Maidana etwas einfallen lassen. Das Problem ist nur: Was will man gegen jemanden machen, der einfach zu clever und zu schnell ist, um sich treffen zu lassen.
 
Mayweather hat seinen Rhythmus heute schon sehr früh gefunden und scheint sich richtig wohl zu fühlen. Er spielt mit Maidana das alte Spiel, das auch ein Hit von Trio hätte sein können: "Ich treff dich, du triffst mich nicht!"
 
Ring frei zu Runde 7.
Rundenpause
 
Auch diese Runde ist bei Floyd Mayweather, der sich in der ersten Kampfhälfte einen komfortablen Vorsprung herausgearbeitet hat. Das sah vor vier Monaten noch ganz anders aus.
 
Halbzeit im MGM Grand. Sechs Runden sind beendet, sechs weitere folgen.
 
Aber auch Mayweather kann mit rechts hart hinlangen. Nach einer weiteren guten Meidbewegung kommt wieder einer dieser knallharten Konter ins Ziel. Maidana weiß für einen Moment gar nicht, woher die Einschläge kommen.
 
Maidana merkt, dass im Moment nicht viel von Mayweather kommt. Der Argentinier macht Druck und bringt einen lang geschlagenen rechten Haken ins Ziel. Den dürfte Mayweather gemerkt haben.
 
Mayweather lässt es ruhiger eingehen, konzentriert sich zu Beginn dieser Runde auf seine Beinarbeit und den Rückwärtsgang und fängt sich dafür ein paar Pfiffe ein.
 
Es geht in die sechste Runde.
Rundenpause
 
"Money" Mayweather müsste sich diesen Durchgang auf den Punktzetteln wieder gesichert haben. Der Amerikaner sammelt Runde um Runde und Punkt um Punkt und dürfte deutlich in Führung liegen.
 
Das war Runde 5.
 
Anstatt sich zurückzuziehen und nur abzuwarten, geht Mayweather in die Offensive und landet ein paar schöne Treffer. Maidana muss aufpassen, dass er durch Passivität nicht zu viele Runden abschenkt.
 
Mayweather würde seinerseits gerne den Argentinier locken, um dann mit seinen blitzschnellen Händen zu kontern. Doch im Moment tut ihm Maidana nicht den Gefallen, bedingungslos in die Offensive zu gehen.
 
Maidana will hier sehr offensichtlich nicht überpacen, sondern teilt sich die Kräfte wesentlich besser ein als noch im ersten Kampf. Jetzt lässt er Mayweather sogar kommen, um seinerseits zu kontern.
 
Die Betreuer müssen den Ring wieder verlassen, Runde 5 wird freigegeben.
Rundenpause
 
Mit seinen ersten guten Kombinationen und dem einen oder anderen sauberen Einzeltreffer könnte Maidana diese Runde geklaut haben.
 
Das erste Kampfdrittel ist beendet.
 
Mayweather hat ein bisschen gebraucht, um in diese Runde hinein zu kommen. Doch jetzt stimmt sein Timing wieder. Er pendelt die Schläge von Maidana gut aus und kontert dann punktgenau.
 
Kurz sieht es so aus, als sei "Money" Mayweather in arger Bedrängnis. Maidana stellt ihn an den Seilen und feuert aus allen Rohren. Doch nach einem kurzen Sprint kann sich der Amerikaner befreien.
 
Maidana kommt stark aus der Ecke und setzt Mayweather zum ersten Mal unter Druck. Er scheint durch den Treffer kurz vor Ende der dritten Runde Rückenwind zu haben.
 
Der Gong läutet die vierte Runde ein.
Rundenpause
 
Auch die dritte Runde geht an Mayweather, der bis auf diesen harten Treffer mit dem Gong noch nicht viel einstecken musste.
 
Mit dem Pausengong erwischt "El Chino" Mayweather noch mal hart und schaut dann hinterher, wie der Amerikaner reagiert. Doch der geht einigermaßen unbeeindruckt in seine Ecke.
 
Es gelingt Maidana einfach zu keinem Zeitpunkt, Mayweather wirklich mal zu stellen und dann am Mann seine Kombinationen abzufeuern.
 
Der Pound-for-Pound-Champion dominiert den Kampf in dieser Anfangsphase nach Belieben, bereitet schön mit der Führhand vor und bringt dann wieder eine krachende Rechte ins Ziel.
 
Wie zu erwarten war, hat Mayweather aus dem ersten Kampf seine Lehren gezogen und seinen Stil angepasst, während Maidana das Überraschungsmoment fehlt, das ihm vor vier Monaten nur ein paar Runden eingebracht hat.
 
Die dritte Runde beginnt.
Rundenpause
 
Wieder eine klare Runde für Mayweather, der nach wie vor beeindruckend schnell auf den Beinen ist und in der Anfangsphase auch klar die härteren Treffer setzt. Maidana ist bislang chancenlos.
 
Runde 2 ist beendet.
 
Wie ein Matador lässt Mayweather den "Stier" Maidana ins Leere laufen und kontert den Argentinier dann schön ab. Auch die rechte Gerade kommt zwei Mal sauber durch. Die dürfte Maidana schon gespürt haben.
 
Mit seiner beeindruckend schnellen Bewegung im Oberkörper kann Mayweather die Schlagversuche von Maidana immer wieder auspendeln. Das, was der Amerikaner da macht, sieht zwar gefährlich aus, hat aber immer Sinn und Verstand.
 
Maidana beginnt gut, versucht immer wieder, Mayweather an den Seilen zu stellen, um ihn dann mit einer Hakenserie einzudecken. Doch bislang steht die Defensive des "Pretty Boy".
 
Auf geht's in die zweite Runde.
Rundenpause
 
Maidana beginnt nicht so stark und auffällig wie im ersten Kampf. Stattdessen gibt Mayweather das Tempo vor, obwohl er meist im Rückwärtsgang ist, und gewinnt den ersten Durchgang durch seine schnellen Hände.
 
Das war die erste Runde.
 
Erste kleine Schrecksekunde: Bei einem Ausweich-Manöver rutscht Mayweather aus und geht zu Boden. Doch da war keine Schlagwirkung im Spiel, deswegen wird er zu Recht nicht angezählt.
 
Das sollte Mayweather nicht machen: Er lässt sich ans Seil drängen, wo Maidana sofort explodieren will. Der Amerikaner kann sich zwar befreien, muss aber aufpassen, dass ihm "El Chino" nicht den Weg abschneidet.
 
Anders als erwartet beginnt Maidana nicht mit bedingungsloser Offensive, sondern schaut erst mal, was von Mayweather so kommt. Der versucht früh, seinen Jab zu etablieren und seine Reichweitenvorteile zu nutzen.
Mayweather - Maidana
Es ist angerichtet - Ring frei Runde 1!
Mayweather - Maidana
 
Noch schnell ein Blick auf die technischen Daten: Mayweather ist sechs Jahre älter als Maidana, drei Zentimeter größer und hat eine um acht Zentimeter größere Reichweite. Wenn er diesen Vorteil wie in der zweiten Hälfte des ersten Kampfes ausspielen kann, wird es für Maidana nichts zu holen geben.
Mayweather - Maidana
 
Ringsprecher-Legende Jimmy Lennon jr. ruft sein bekanntes "It's Showtime!" Damit dürfte dann auch der Letzte verstanden haben, dass es jetzt endlich ernst wird.
Mayweather - Maidana
 
Das Publikum im MGM Grand scheint eher auf Seiten des Herausforderers zu sein. Es werden viele argentinische Fahnen geschwenkt. Die größte (und eigentlich wohl einzige) Chance für "El Chino" ist seine Schlagkraft und sein unbedingter Angriffswille. Maidana hat beeindruckende 31 seiner 35 Siege durch KO eingefahren. Auf der anderen Seite wirkte es im ersten Duell im Mai nicht so, als könnte er Mayweather mit seinen Schlägen zum Wackeln bringen.
Mayweather - Maidana
 
Marcos Maidana ist schon mit einem Lächeln auf den Lippen in den Ring einmarschiert. Jetzt ist auch Mayweather auf dem Weg und sieht sehr konzentriert aus.
Mayweather - Maidana
 
Wesentlich wahrscheinlicher als ein vorzeitiger Erfolg erscheint also ein klarer Punktsieg für den Anführer des "Money Team", der sich selber inzwischen auch gerne T.B.E. nennt, was für "The Best Ever" steht. Mangelndes Selbstbewusstsein kann man Floyd Mayweather jr. wahrlich nicht vorwerfen.
Mayweather - Maidana
 
Vor dem Duell kündigte Mayweather vollmundig einen KO-Sieg an. Das wäre in der Tat ein ziemlich beeindruckendes Statement. Denn zum einen wurde Maidana noch nie ausgeknockt. Und zum anderen nur einen seiner letzten sieben Kämpfe vorzeitig für sich entscheiden - und das auf recht umstrittene Weise gegen Victor Ortiz, der nach einem Foul die Deckung herunternahm, um sich zu entschuldigen und in einem Moment der absoluten Wehrlosigkeit von Mayweather KO geschlagen wurde.
Mayweather - Maidana
 
Jetzt ist auch das "Stars Spangled Banner" verklungen. Und das bedeutet natürlich, dass es langsam ernst wird. Gleich werden die Boxer zum Ring kommen und dann sprechen endlich die Fäuste.
Mayweather - Maidana
 
Im heimischen Argentinien und den USA lief es dann deutlich besser für "El Chino". 2009 sicherte er sich zunächst die WBA Interims-WM im Halbweltergewicht, 2011 konnte er zum ersten Mal vollwertiger Weltmeister werden. 2013 sicherte er sich dann durch eine beeindruckende Leistung gegen den damals ungeschlagenen Adrien Broner die WBA-WM im Weltergewicht und verdiente sich so den ersten Showdown mit Mayweather, der ihm nun auch diesen Rückkampf einbrachte.
Mayweather - Maidana
 
Maidana stand übrigens früher bei Universum Box-Promotion unter Vertrag und hat insgesamt vier Kämpfe in Deutschland bestritten. 2009 nahm er in Rostock zum ersten Mal Anlauf auf die Weltmeisterschaft, unterlag aber gegen seinen damaligen Stall-Gefährten Andriy Kotelnik und kehrte Deutschland daraufhin den Rücken.
Mayweather - Maidana
 
Mittlerweile ist die MGM Grand Garden Arena bis auf den letzten Platz besetzt. Die Spannung steigt von Minute zu Minute. Im Moment wird die argentinische Nationalhymne zu Ehren des Herausforderer Marcos Maidana intoniert.
Mayweather - Maidana
 
Sollte er sowohl heute als auch beide Kämpfe im nächsten Jahr gewinnen, würde der "Pretty Boy" mit dem legendären Rocky Marciano gleich ziehen und seinen perfekten Kampfrekord auf 49 Siege in 49 Kämpfen hochschrauben. Gut möglich, dass er den Rücktritt dann noch einmal verschiebt, um auf die magische 50 zu kommen. Doch dann wird vermutlich wirklich und endgültig Schluss sein. "Er hat nichts mehr zu beweisen", sagte Mayweathers langjährige Berater Leonard Ellerbe. Und hat damit fraglos Recht.
Mayweather - Maidana
 
2013 sorgte Mayweather für ein mittelschweres Erdbeben in der US-Box-Szene, als er vom TV-Giganten HBO zum Konkurrenzsender Showtime wechselte. Der einfache Grund: Showtime garantierte dem Mega-Star für sechs Kämpfe Einnahmen in Höhe von 200 Millionen Dollar. Die ersten drei Kämpfe aus diesem Deal hat der 37-Jährige schon bestritten, heute folgt Nr. 4. Im kommenden Jahr will Mayweather noch zwei Mal in den Ring steigen (im Mai und September) und seine Handschuhe dann an den Nagel hängen.
Mayweather - Maidana
 
Floyd Mayweather jr. ist nicht nur der beste Boxer jenseits aller Gewichtsklassen (Pound-for-Pound), sondern seit einigen Jahren auch der bestverdienende Sportler der Welt. Allein für seine letzten beiden Kämpfe kassierte der "Pretty Boy" über 72 Millionen US-Dollar. Woher man das weiß? Ganz einfach: Mayweather postete die Schecks mit der Kampfbörse in sozialen Netzwerken. Anders als seine einzigartigen Reflexe und seine schnellen Fäuste gehören Bescheidenheit und Zurückhaltung nun mal nicht zu den größten Stärken des Pound-for-Pound-Champions.
Mayweather - Maidana
 
Als dritter Mann hat mit Kenny Bayless der aktuell wohl beste Ringrichter der Welt das Sagen, sobald der erste Gong ertönt. Viele Experten glauben, dass dies ein Vorteil für Mayweather sein könnte, da Bayless als strenger Referee bekannt ist. Anders als Tony Weeks im ersten Kampf wird Bayless Regelverstöße von Maidana vermutlich sofort unterbinden und gegebenenfalls Verwarnungen aussprechen und Punktabzüge verhängen.
Mayweather - Maidana
 
Dave Moretti ist übrigens auch heute wieder als Punktrichter im Einsatz. Diesmal stehen ihm John McKaie und der Italiener Guido Cavalleri zur Seite. Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein ausländischer Judge in Las Vegas zum Einsatz kommt. Für gewöhnlich lässt die Aufsicht führende Nevada State Athletic Commission nur einheimische Punktrichter zu. Doch Cavalleri ist ein sehr erfahrener Mann und wurde vom Weltverband WBC für den WM-Kampf angesetzt.
Mayweather - Maidana
 
So verdiente sich Mayweather einen Punktsieg, der letztlich knapper ausfiel als von vielen Experten erwartet. Punktrichter Michael Pernick gab damals sogar ein 114:114-Unentschieden, das aber nicht wirklich gerechtfertigt war. Seine Kollegen Dave Moretti (116:112) und Burt A. Clements (117:111) kamen der Wahrheit da schon deutlich näher.
Mayweather - Maidana
 
Doch je länger der Kampf dauerte, desto mehr fand der Amerikaner seinen Rhythmus und seine Distanz, ließ Maidana ins Leere schlagen und konterte ihn immer wieder punktgenau ab.
Mayweather - Maidana
 
Maidana schaffte es erstaunlich leicht, Mayweather an den Seilen zu stellen und dort mit wilden Serien einzudecken. Dabei flogen immer wieder auch Innenhände und Ellbogen, die "Money" Mayweather kurzzeitig aus dem Konzept zu bringen schienen und sogar einen Cut zufügten.
Mayweather - Maidana
 
Zum ersten Mal trafen die beiden vor ziemlich genau vier Monaten auch hier im MGM Grand aufeinander. Damals gelang es dem argentinischen Brawler Maidana zumindest in den ersten Runden, dem feinen Techniker Mayweather seinen (unsauberen) Stil aufzuzwingen.
Zwischen den Kämpfen
 
In wenigen Minuten ist es dann also endlich soweit: Der bestbezahlte Sportler der Welt gibt sich die Ehre, wenn Superstar Floyd Mayweather jr. zum Rückkampf gegen den Argentinier Marcos Rene Maidana in den Ring steigt.
Zwischen den Kämpfen
 
Sei es, wie es sei. Durch das jähe Ende des letzten Vorkampfes bleibt uns jetzt mehr Zeit, uns auf den Main Event zu konzentrieren.
Santa Cruz - Roman
 
Erwartungsgemäß macht Leo Santa Cruz kurzen Prozess mit seinem sichtlich überforderten Herausforderer. Das war zwar ein schöner Kontrast zu dem langweiligen und zähe Geschiebe im vorherigen Kampf, aber insgesamt trotzdem eine recht zweifelhafte Ansetzung für eine Weltmeisterschaft.
Santa Cruz - Roman
Und das war's dann schon. Ringrichter Robert Byrd zählt Manuel Roman aus. Der Kampf ist vorbei!
Santa Cruz - Roman
Und dann schlägt es richtig hart ein. Eine rechte Gerade von Santa Cruz kommt sauber durch und trifft Roman voll am Kinn. Der geht wie vom Blitz getroffen zu Boden.
Santa Cruz - Roman
Roman startet etwas mutiger in die zweite Runde und versucht, den Weltmeister mit seiner Führhand zu beschäftigen. Doch Santa Cruz lässt sich davon nicht auf Distanz halten, geschweige denn zurückdrängen.
Santa Cruz - Roman
Das war Runde 1. Es entwickelt sich von Beginn an das erwartet einseitige Gefecht. Leo Santa Cruz bestimmt das Tempo und gewinnt den Durchgang klar.
Santa Cruz - Roman
Der Weltmeister hat alles fest im Griff, schlägt viel, variiert gut und dominiert die erste Runde fast nach Belieben.
Santa Cruz - Roman
Die Rollen sind klar verteilt: Santa Cruz marschiert nach vorne, Roman agiert aus dem Rückwärtsgang und sieht dabei alles andere als gut aus.
Santa Cruz - Roman
Santa Cruz fackelt nicht lange, sondern geht sofort in den Vorwärtsgang. Der Weltmeister bereitet die Aktionen mit seinem Jab vor und zieht dann die rechte Schlaghand nach. Dabei sieht man gleich eine ganz andere Dynamik als eben im Kampf zwischen Vazquez und Bey.
Santa Cruz - Roman
Der Kampf ist freigegeben.
Santa Cruz - Roman
 
Im Grunde muss man davon ausgehen, dass Leo Santa Cruz seinen Titel nicht nur klar verteidigt, sondern sogar einen KO-Sieg feiern kann. Roman wurde bislang zwar noch nie ausgeknockt, hat aber auch noch keinem Gegner von Welt-Format gegenüber gestanden. Insgesamt sind bei den leichten Superbantamgewichtlern (Limit mit 55,338 Kilogramm) vorzeitige Siege auch eher selten. Doch Santa Cruz konnte immerhin 15 seiner bislang 27 Siege durch KO feiern.
Santa Cruz - Roman
 
Die Ansetzung wirkt auf den ersten Blick wie ein Mismatch, bei dem der klare Sieger von Beginn an feststeht: Santa Cruz ist in 28 Kämpfen ungeschlagen (27 Siege, 1 Unentschieden) und konnte schon Weltmeistertitel in zwei Gewichtsklassen sammeln. In der "unabhängigen" Weltrangliste (boxrec) wird er an Rang 3 im Superbantamgewicht geführt. Sein heutiger Gegner steht in dieser Wertung auf Platz 117, hat von 23 Kämpfen nur 17 gewonnen (bei zwei Niederlagen, drei Unentschieden und einem "No Contest") und noch nie um die WM geboxt.
Zwischen den Kämpfen
 
Wir nähern uns mit großen Schritten dem Hauptkampf des Abends. Doch bevor Floyd Mayweather jr. und Marcos Rene Maidana in den Ring steigen, steht noch eine weitere Weltmeisterschaft auf dem Programm: Der mexikanische WBC-Superbantam-Champion Leo Santa Cruz verteidigt seinen Titel gegen seinen Landsmann Manuel Roman.
Vazquez - Bey
 
Trotzdem erscheint es aus neutraler Sicht überraschend, dass die schwache Leistung von Mickey Bey ausreicht, um Weltmeister zu werden. Der Amerikaner hat unterm Strich zu wenig gemacht und nur davon profitiert, dass Vazquez seinerseits ebenso inaktiv war und kaum Treffer setzen konnte. Am Ende eines schwachen Kampfes, bei dem beide eine Niederlage verdient gehabt hätten, gewinnt dann wohl schlicht der Glücklichere.
Vazquez - Bey
 
Das mag jetzt seltsam klingen, aber alle drei Wertungen sind vertretbar. Jede einzelne Runde war eng und schwer zu werten. Wenn man - wie einer der Punktrichter offenbar - all diese engen Runden an Bey gibt, kann man den Herausforderer am Ende klar vorne sehen. Genauso wäre ein ähnlich klares Urteil zu Gunsten des Weltmeisters denkbar gewesen. Die Punktrichter sind dazu angehalten, jede Runde einzeln zu bewerten. Insofern kann es schon sein, dass knappe Kämpfe mit deutlichen Ergebnissen enden.
Urteil Vazquez - Bey
 
Es gibt eine Split Decision: Ein Judge wertet 115:113 für Bey, einer 115:113 für Vazquez und der Dritte: 119:109 für Mickey Bey, der damit neuer IBF-Weltmeister im Leichtgewicht ist.
Vazquez - Bey
 
Unterm Strich dürfte es knapp für eine Titelverteidigung gereicht haben, weil der Herausforderer eigentlich mehr machen muss, um den Gürtel zu gewinnen.
Vazquez - Bey
Der Kampf ist vorbei. Und das ist eigentlich schon die beste Nachricht. Gut möglich, dass das Auszählen der Punktzettel etwas länger dauert. Schließlich war jede Runde eng, da beide zu wenig gemacht haben, um sich den Sieg zu verdienen.
Vazquez - Bey
Mickey Bey fehlen schlicht die Mittel, gegen den unkonventionellen und unansehnlichen Stil von Miguel Vazquez anzuboxen. Er fand zu keinem Zeitpunkt die richtige Distanz, um gute Treffer landen zu können.
Vazquez - Bey
Jetzt wird Vazquez noch mal ein bisschen offensiver, springt dabei aber so euphorisch in den Mann, dass er praktisch direkt in den Clinch fliegt. Ein Schlagabtausch bleibt nach wie vor aus.
Vazquez - Bey
In der letzten Runde müssten eigentlich beide noch mal alles auf eine Karte setzen, um den Sieg zu sichern. Schließlich könnte der Kampf nach wie vor auf Messers Schneide stehen. Stattdessen belauern sie sich weiter, als würden sie auf irgendetwas warten. Die Frage ist dann nur: Worauf?
Vazquez - Bey
Auch in dieser elften Runde flogen die meisten Fäuste in die Luft. Auf den Punktzetteln müssten auf Grund der bisherigen Leistung eigentlich beide hinten liegen. Aber das geht ja nicht. Trotzdem: Einen Sieger hat dieses Gefecht bisher nicht verdient.
Vazquez - Bey
Die spannendste Frage an diesem Kampf ist wohl, ob die Statistiker von "CompuBox" einen neuen Negativ-Rekord für die wenigsten Schläge und Treffer beider Boxer während einer WM verzeichnen können.
Vazquez - Bey
Bey setzt zu Beginn der vorletzten Runde ein paar solide Treffer. Aber es sind immer nur Einzelhände, die da geflogen kommen. Gelungene Kombinationen gab es bislang von keinem der beiden zu sehen.
Vazquez - Bey
Die gute Nachricht: Zehn Runden dieses WM-K(r)ampfes sind überstanden. Die schlechte: Es folgen noch zwei weitere.
Vazquez - Bey
Bey schaut sich das Gehampel des Weltmeisters in aller Ruhe an und macht keinerlei Anstalten, die Bewegungsfreiheit seines Kontrahenten irgendwie einzuschränken. Der Herausforderer versucht zum Beispiel überhaupt nicht, zum Körper zu schlagen.
Vazquez - Bey
Vazquez macht wieder mal nichts anderes, als im Kreis um seinen Herausforderer herumzutanzen. Dabei gelingt es ihm zwar, Treffer der Gegners zu vermeiden. Er bringt aber auch selber keine Hände ins Ziel.
Vazquez - Bey
Auch bei dieser Runde wird es das Geheimnis der Punktrichter bleiben, wen sie vorne sehen und aus welchem Grund. Beide zeigen schlicht zu wenig klare Aktionen, um sich den Rundensieg zu verdienen.
Vazquez - Bey
Wenn die beiden sich mal kurz im Infight begegnen, fliegen wilde Fäuste aus allen Richtungen. Schwer zu sagen, wer da überhaupt mal einen Treffer setzt. Dann wird aber auch sehr schnell von beiden geklammert. Wirkliches Kampfgeschehen kommt kaum zustande.
Vazquez - Bey
ESPN-Experte Dan Rafael ist mittlerweile eingeschlafen. Zumindest will er das andeuten mit dem lang gezogenen "Zzzzzzzzzzzzzzzz", das er gerade über Twitter gepostet hat.
Vazquez - Bey
Nach acht Runden lebt der Kampf einzig und allein davon, dass man nicht sagen kann, wer auf den Punktzetteln führt. Das liegt aber daran, dass beide nach wie vor viel zu wenig machen.
Vazquez - Bey
Jetzt stürmt Vazquez mal auf seinen Gegner zu und drängt ihn in die Seile. Dabei nimmt er zum wiederholten Mal den Kopf sehr weit herunter. Da sollte der Weltmeister aufpassen. Wenn er es mit dem Kopf übertreibt, könnte Ringrichter Tony Weeks ihm einen Punkt abziehen, was in diesem engen Gefecht entscheidend sein könnte.
Vazquez - Bey
Bey findet kein Mittel, Vazquez zu stellen und in die Halbdistanz zu zwingen. Das allein ist keine Schande. Dass er es kaum versucht, sollte der Ecke des Herausforderers aber durchaus zu denken geben.
Vazquez - Bey
Vazquez sieht aktiver aus, weil er sich etwas leichtfüßiger, aber auch hektischer bewegt. Bey wirkt ruhiger, hält aber meist die Ringmitte, ohne wirklich etwas dafür tun zu müssen. Meist tänzelt Vazquez um ihn herum, ohne dabei allerdings zu schlagen.
Vazquez - Bey
Mittlerweile könnte sich Vazquez wieder einen leichten Vorteil erarbeitet haben, weil er sich defensiv ein bisschen cleverer verhält als Mickey Bey. Trotzdem bleibt der Kampf sehr schwer zu werten, weil extrem wenig passiert.
Vazquez - Bey
Seine stärksten Aktionen hat Miguel Vazquez nach wie vor, wenn er unter den zaghaften Schlagversuchen seines Herausforderers abtaucht oder auf schnellen Füßen aus der Schusslinie tänzelt. Offensiv kommt von beiden viel zu wenig.
Vazquez - Bey
Es scheint so, als würden beide Kontrahenten darauf warten, den jeweils anderen abkontern zu können. Da aber keiner der beiden den ersten Angriff startet, kommt es auch nicht zum Konter. Der Kampf verkommt so zu einem Nicht-Angriffs-Pakt.
Vazquez - Bey
Der Weltmeister startet gut in die siebte Runde und scheint wieder etwas mehr die Initiative übernehmen zu wollen. Wirklich zwingende Aktionen zeigt er aber nicht.
Vazquez - Bey
Zur Halbzeit nach sechs Runden wünschen sich viele Zuschauer vermutlich, dass der Kampf bald zu Ende ist. Doch dass einer der beiden einen KO landet, ist schwer vorstellbar - vor allem wenn man bedenkt, wie wenig beide überhaupt schlagen.
Vazquez - Bey
Da der Weltmeister immer schon weg ist, wenn Bey mal an ihn heranspringen will, kommt es nicht zum Schlagabtausch. Es bleibt eine freundlich gesprochen sehr zähe Angelegenheit.
Vazquez - Bey
Vazquez überzeugt immer noch vor allem mit seiner Defensivarbeit. Doch das Ausweichen und Abklammern bringt ihm nicht viele Sympathien bei den Zuschauern ein. Im MGM Grand gibt es erste Pfiffe.
Vazquez - Bey
Anstatt die große Bühne zu nutzen, um sich mit einem denkwürdigen Kampf in die Herzen der Zuschauer zu boxen, halten sich sowohl Vazquez als auch Bey nach wie vor bedenklich zurück. Der Herausforderer dürfte inzwischen knapp die Nase vorn haben, muss aber eigentlich mehr machen, um Vazquez den Titel abzunehmen.
Vazquez - Bey
Der Herausforderer wittert zwar seine Chance, macht bislang aber seinerseits zu wenig, um aus der Inaktivität des Weltmeisters Kapital zu schlagen.
Vazquez - Bey
Vazquez macht viel zu wenig. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund hat er die Arbeit mit der Führhand komplett eingestellt.
Vazquez - Bey
Bey hat jetzt in den meisten Szenen das bessere Ende für sich. Vazquez scheint ein wenig zu verzweifeln. In jedem Fall findet er kein Mittel, seinen Herausforderer zu beeindrucken.
Vazquez - Bey
Auch wenn man wiederum keinen klaren Rundensieger ausmachen kann, könnte die Blutentwicklung bei Vazquez die Punktrichter dazu verleiten, die Runde an Bey zu geben. Insgesamt wäre nach dem ersten Kampfdrittel ein Unentschieden die richtige Wertung. Beim Fußball würde man bis zu diesem Zeitpunkt von einem eher langweiligen 0:0 sprechen.
Vazquez - Bey
Wenn die beiden sich mal auf einen Schlagabtausch einlassen, hat Vazquez meist eine Hand mehr drin, aber Bey scheint etwas präziser zu treffen. Es bleibt ein sehr enges Gefecht.
Vazquez - Bey
Der Weltmeister scheint auch aus dem Mund zu bluten. Möglicherweise ist da mehr kaputt gegangen.
Vazquez - Bey
Wenn Vazquez mal an den Mann heranspringt, nimmt er den Kopf sehr weit herunter und stößt dann mit Bey zusammen. Bei einer solchen Aktion hat sich der Mexikaner offensichtlich eine blutige Nase eingefangen. Von harten und klar gezielten Treffern des Herausforderers kann diese Verletzung eigentlich nicht kommen.
Vazquez - Bey
Wer gewinnt eine Runde, in der beide kaum schlagen und noch weniger treffen? Im Zweifel der Weltmeister, aber man könnte den Durchgang auch Bey geben. In jedem Fall haben die Punktrichter in diesem Kampf eine sehr schwere Aufgabe.
Vazquez - Bey
Auf der anderen Seite gelingt es Bey zu selten, eigene Akzente zu setzen. Nach wie vor belauern sich beide mit respektvollem Abstand. Dies könnte bislang eine der trefferärmsten Weltmeisterschaften aller Zeiten sein.
Vazquez - Bey
Insgesamt macht der Weltmeister aber nach wie vor zu wenig und fängt sich jetzt sogar einen Jab vom kleineren Mann mit den kürzeren Armen ein. Solche Treffer muss Vazquez einfach vermeiden.
Vazquez - Bey
Auch in der dritten Runde setzt Bey zu Beginn die besseren Treffer. Doch dann kann Vazquez einen guten Konter landen.
Vazquez - Bey
Die zweite Runde geht wohl an den Herausforderer, der etwas aktiver war. Insgesamt ist dieser Kampf aber nicht dazu geeignet, die Stimmung anzuheizen. Er scheint das Publikum im MGM Grand eher einzuschläfern.
Vazquez - Bey
ESPN-Experte Dan Rafael gilt nicht umsonst als der amerikanische "Box-Papst". Vor dem Kampf gab er über Twitter den Rat: "Wer mal pinkeln muss, sollte jetzt gehen." Keine Frage, Rafael kennt sich aus. Er wusste genau, dass dieser Kampf wenig Action zu bieten hat.
Vazquez - Bey
Der Weltmeister ist zu Beginn dieses Kampfes in erster Linie auf seine Defensivarbeit bedacht. Vazquez will es nach Möglichkeit vermeiden, selber getroffen zu werden, sollte aber selber auch mehr für die Offensive tun, wenn er seinen Titel erfolgreich verteidigen will.
Vazquez - Bey
Bey startet gut in die zweite Runde, schneidet dem um ihn herum tänzelnden Weltmeister den Weg ab und bringt ein paar schöne Hände ins Ziel.
Vazquez - Bey
Die erste Runde endet ohne nennenswerte Treffer auf beiden Seiten. Dementsprechend schwer ist es, den Durchgang zu werten. Wenn es so etwas wie einen Weltmeister-Bonus gibt, dürfte Vazquez auf den Punktzetteln führen.
Vazquez - Bey
Insgesamt bietet der Kampf aber deutlich weniger Spektakel als das Duell eben zwischen Angulo und De La Rosa. Beide Kontrahenten tasten sich in der ersten Runde noch ab und wollen nicht zu viel riskieren.
Vazquez - Bey
Doch Bey gelingt es mit schnellen Füßen, die Distanz zu überbrücken und an den Mann zu springen. Der Amerikaner landet die ersten guten Treffer.
Vazquez - Bey
Vazquez versucht von Beginn an, seinen Jab zu etablieren. Die lange Führhand schnellt immer wieder heraus und soll dafür sorgen, dass Bey nicht in die Halbdistanz kommt, um dort Schaden anzurichten.
Vazquez - Bey
Der Gong gibt den Kampf frei, die erste Runde läuft.
Vazquez - Bey
 
Weltmeister Vazquez ist drei Zentimeter größer als sein Herausforderer und hat eine um acht Zentimeter längere Reichweite. Er wird versuchen, diesen Vorteil auszuspielen, lang zu boxen und seinen Gegner auf Distanz zu halten.
Vazquez - Bey
 
Mickey Bey ist bei Weitem nicht so erfahren wie sein mexikanischer Gegner. Er stand erst 23 Mal im Ring und konnte 20 seiner Kämpfe gewinnen (bei einer Niederlage, einem Unentschieden und einem "No Contest"). Es ist Beys erster WM-Kampf.
Vazquez - Bey
 
Der Mexikaner Vazquez hat von seinen bislang 37 Profi-Kämpfen nur drei verloren: Einen gegen Pacquiao-Bezwinger Timothy Bradley und gleich zwei gegen Saul "Canelo" Alvarez. Für diese Niederlagen muss man sich wahrlich nicht schämen. Seit 2010 ist Vazquez IBF-Weltmeister im Leichtgewicht und hat diesen Titel schon sechs Mal erfolgreich verteidigt.
Zwischen den Kämpfen
Bevor es im Hauptkampf des heutigen Abends zum Rematch zwischen Floyd Mayweather jr. und Marcos Rene Maidana kommt, stehen noch zwei weitere WM-Kämpfe auf dem Programm. Jetzt gleich fordert Mickey Bey den IBF-Leichtegwichts-Weltmeister Miguel Vazquez heraus.
Zwischen den Kämpfen
 
Das dürfte es dann mit der Karriere von Alfredo Angulo gewesen sein. "El Perro" hat jetzt drei Mal in Folge verloren und musste sich heute einem Gegner geschlagen geben, der in der "unabhängigen" Weltrangliste (boxrec.com) deutlich hinter ihm platziert war. Der Mexikaner sollte die Handschuhe an den Nagel hängen, während James De La Rosa sich mit diesem beeindruckend klaren Sieg für größere Aufgaben empfohlen hat.
Urteil Angulo - De La Rosa
 
Die Punktrichter sind sich einig: Natürlich hat James De La Rosa diesen Kampf nach Punkten klar gewonnen. Am Ende heißt es auf den Scorecards 98:90, 96:92 und 99:89 für den Amerikaner. Diese sehr klaren Wertungen kann man vertreten.
Angulo - De La Rosa
Der Schlussgong rettet den tapferen Amerikaner, der diesen Kampf am Ende klar nach Punkten gewonnen haben müsste.
Angulo - De La Rosa
In der letzten Runde setzt Angulo erwartungsgemäß alles auf eine Karte und erwischt De La Rosa mit harten rechten Haken. Der ist sichtlich mitgenommen, taumelt, schafft es aber, nah genug an den Amerikaner zu kommen, um zu klammern. De La Rosa übersteht diese haarige Phase und kommt über die Zeit.
Angulo - De La Rosa
Die neunte Runde geht zwar an Angulo, doch das dürfte "too little, too late" sein, wie die Amerikaner sagen. De La Rosa hat zum Ende der Runde zwar gewackelt, war aber weit davon entfernt, zu Boden zu gehen.
Angulo - De La Rosa
Angulos Ecke hat in der Rundenpause noch mal versucht, "El Perro" bei der Ehre zu packen. Man darf nicht vergessen: Es ist das Wochenende vor dem mexikanischen Nationalfeiertag. Am 16. September feiern die Mexikaner den "Grito de la Independencia" ("Schrei nach Unabhängigkeit"). Der Appell scheint erste Wirkung zu zeigen. Angulo landet in der Halbdistanz harte Treffer und bringt De La Rosa zumindest ins Wanken.
Angulo - De La Rosa
Auch die achte Runde muss man De La Rosa geben, der jetzt eigentlich nur noch weglaufen könnte, um einen ungefährdeten Sieg über die Zeit zu bringen. Stattdessen lässt er sich immer wieder auf wilde Schlägereien in der Ringmitte ein. Ob das gegen einen Puncher wie Angulo die beste Idee ist, wird sich in den beiden Schlussrunden zeigen.
Angulo - De La Rosa
Die Körpertreffer und Tiefschläge scheinen De La Rosas Beine zwar etwas langsamer gemacht zu haben, die Fäuste des Amerikaners sind aber immer noch deutlich schneller als die von Angulo. De La Rosa hat in nahezu jedem Schlagabtausch mehr Hände im Ziel und das bessere Ende für sich.
Angulo - De La Rosa
Es kommt immer schlimmer für Alfredo Angulo, der spätestens mit diesem Punktabzug eigentlich keine Chance mehr hat, diesen Kampf nach Punkten für sich zu entscheiden. Der Mexikaner braucht einen KO. Und dafür bleiben ihm in diesem auf zehn Runden angesetzten Gefecht jetzt nur noch drei Mal drei Minuten.
Angulo - De La Rosa
Angulo fällt nicht viel ein, er wirkt verzweifelt. Zudem rutschen seine Körperhaken immer tiefer. Ringrichter Russell Mora will sich das nicht länger mit ansehen und verhängt wegen wiederholter Tiefschläge einen Punktabzug gegen den Mexikaner.
Angulo - De La Rosa
Dafür dass James De La Rosa bislang noch nicht mit echten Weltklasse-Leuten im Ring gestanden hat, macht der 26-jährige Amerikaner das bisher sehr gut. Er lässt nicht viel zu und beschäftigt Angulo immer wieder mit seinem Jab und streut im Infight kurz geschlagene, giftige Aufwärtshaken ein.
Angulo - De La Rosa
De La Rosa gewinnt Runde um Runde. Angulo braucht jetzt schon mehrere Niederschläge, wenn er diesen Kampf noch nach Punkten gewinnen will. Zudem hat sich beim Mexikaner inzwischen auch ein Cut am rechten Auge geöffnet. Das sieht gar nicht gut aus für "El Perro".
Angulo - De La Rosa
Zu Beginn der sechsten Runde bleibt das Bild unverändert: De La Rosa bestimmt das Tempo und landet harte Treffer. Angulo kann sich kaum entziehen, sein Gesicht ist schon stark geschwollen, und die Nase des Mexikaners blutet.
Angulo - De La Rosa
Wenn Alfredo Angulo gehofft hatte, sich mit diesem Kampf wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zurückboxen und für größere Aufgaben empfehlen zu können, kann man schon nach fünf von zehn Runden konstatieren, dass dieser Plan in die Hose geht. Der Mexikaner ist Lichtjahre von seiner Form früherer Tage entfernt und dürfte auch diese Runde verloren haben.
Angulo - De La Rosa
Jetzt wird De La Rosa wieder stärker und deckt Angulo mit harten Treffern ein. Der Kampf ist technisch keine Augenweide, aber zumindest spektakulär. Und man darf nicht vergessen: Hier geht es in erster Linie darum, das Publikum in der MGM Grand Garden Arena und vor den Fernsehern für den Main Event in Stimmung zu bringen.
Angulo - De La Rosa
Das war die erste Runde, die man Alfredo Angulo geben kann. Wenn sich die beiden in der Halbdistanz mit Hakenserien duellieren, hat der Mexikaner meist das bessere Ende für sich. De La Rosa hat gerade zum Ende der Runde ein bisschen die Linie verloren.
Angulo - De La Rosa
Nach wie vor findet Angulo nicht die richtige Distanz. Zudem scheint es ihn zu verwirren, dass De La Rosa von Zeit zu Zeit die Auslage wechselt. Jetzt gelingt es dem Mexikaner mal, seinen Gegner in der Ringmitte in einen offenen Schlagabtausch zu verwickeln. Auf solche Keilereien sollte sich De La Rosa nicht einlassen.
Angulo - De La Rosa
Auch die dritte Runde geht an De La Rosa, der sich wesentlich besser bewegt als Angulo und sich ein Punktepolster anlegt, von dem er in den späteren Runden zehren kann.
Angulo - De La Rosa
Angulo war nie für seine gute Defensivarbeit bekannt. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass er fast komplett ohne Deckung boxt und jeden Konter von De La Rosa nimmt. Auf der anderen Seite scheinen die Körperhaken des Mexikaners nicht genug Power zu haben, um De La Rosa zu beeindrucken.
Angulo - De La Rosa
Angulo ist noch nicht KO, aber mitgenommen, als der Gong ertönt. Durch den Niederschlag wird diese zweite Runde auf den Punktzetteln mit 10:8 für De La Rosa gewertet.
Angulo - De La Rosa
Angulo ist eigentlich im Vorwärtsgang und drängt De La Rosa an die Seile. Der dreht den Spieß aber einfach rum und erwischt den Mexikaner mit einem harten linken Haken. Angulo taumelt schwer getroffen zurück, sein Sturz wird nur von den Seilen abgefangen. Regelkonform wird er angezählt.
Angulo - De La Rosa
Jetzt gelingt es dem mexikanischen Straßenköter ("El Perro") mal, seinen Gegner an den Seilen zu stellen. Doch sofort bewegt sich De La Rosa wieder gut raus und kann sich entziehen. Angulo bewegt sich im Vergleich zu seiner Glanzzeit recht behäbig. Hart schlagen kann er aber. Insofern muss De La Rosa aufpassen.
Angulo - De La Rosa
Die erste Runde muss man wohl De La Rosa geben, der nicht viel zugelassen hat. Angulo ist bislang nicht in die Halbdistanz gekommen und konnte so keinen Schaden anrichten.
Angulo - De La Rosa
Angulo marschiert von Beginn an nach vorne und versucht, das Tempo zu bestimmen. De La Rosa, der einen Zentimeter größer ist als sein Gegner und etwas längere Arme hat, boxt im Rückwärtsgang und landet von außen vereinzelte Treffer.
Angulo - De La Rosa
Der Kampf ist freigegeben.
Angulo - De La Rosa
 
Der Mexianer "Perro" Angulo ist Ex-Weltmeister im Halbmittelgewicht und galt vor ein paar Jahren als eins der größten und spektakulärsten Talente im Boxen überhaupt. Nach Visums-Problemen, die seine Einreise zu großen Kämpfen in die USA verhinderten, und ein paar Niederlagen ist er mittlerweile aber nur noch ein Schatten früherer Tage. "The King" James De La Rosa ist mit 26 Jahren deutlich jünger als Angulo, hat aber auch schon zwei Niederlagen im Rekord und wird in der "unabhängigen" Weltrangliste nur auf dem 103. Rang geführt.
vor Beginn
 
Bevor wir uns dem Hauptkampf des Abends zwischen Mayweather und Maidana widmen, gibt es aber noch ein paar Vorkämpfe, die wir nicht unterschlagen wollen. Im ersten Duell trifft gleich Alfredo "Perro" Angulo auf James De La Rosa.
vor Beginn
Dabei kommt es heute zu einer Besonderheit: Neben den WM-Titeln im Weltergewicht nach Version der WBC und WBA steht auch die WBC-Halbmittelgewichts-WM auf dem Spiel. Da Mayweather seit seinem Sieg gegen Saul "Canelo" Alvarez vor einem Jahr auch diesen Titel im nächsthöheren Limit hält, darf er auf Grund einer Sonderregelung des Weltverbandes WBC Champion-Gürtel in zwei Gewichtsklassen auf einmal verteidigen. Der World Boxing Council wollte damit die Ausnahmestellung Mayweathers unterstreichen. Eine ähnliche Konstellation gab es zuletzt, als der legendäre Sugar Ray Leonard 1988 gegen Donny Lalonde gleichzeitig um die WM im Supermittel- und Halbschwergewicht boxen durfte.
vor Beginn
 
Obwohl Maweather von seinem Rekord her zu den Allergrößten der Box-Geschichte gehört und schon jetzt eine lebende Legende ist, hat er es nie zu dem ganz großen weltweiten Ruhm gebracht wie Ali oder Tyson. Der einfache Grund: Der frühe "Pretty Boy", der sich inzwischen "Money" Mayweather nennt, ist für den deutschen Box-Geschmack etwas zu leicht. Er sammelte in seiner Karriere zwar WM-Titel in fünf verschiedenen Gewichtsklassen, für die Königsklasse, das Schwergewicht, reicht es aber nicht. Der heutige Kampf findet im Weltergewicht, also dem Limit bis 66,678 Kilogramm statt.
vor Beginn
 
Jede Generation hat ihre Box-Helden, die deutsche Faustkampf-Fans um den Schlaf bringen, weil ihre Kämpfe in den USA in der deutschen Nacht stattfinden: Der legendäre Max Schmeling besiegte Joe Louis in New York. Später sind Millionen für Muhammad Ali aufgestanden. In den 90er Jahren waren es die großen Kämpfe mit Mike Tyson, die das Publikum auf der ganzen Welt begeisterten. Heute freuen wir uns auf Superstar Floyd Mayweather jr.
vor Beginn
 
Herzlich willkommen in Las Vegas zum WM-Kampf im Weltergewicht zwischen Floyd Mayweather Jr. und Marcos Rene Maidana
Floyd Mayweather Jr. - Marcos Maidana
Austragungsort
Das MGM Grand in Las Vegas.
Klasse
Es wird im Weltergewicht geboxt.
Titel
Es geht um den WM-Titel nach Version von WBC und WBA.
Runden
Der Kampf ist auf zwölf Runden zu je drei Minuten angesetzt.
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