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Jürgen Brähmer
vs.
Roberto Bolonti
J. Brähmer
Geburtsd.:
05.10.1978
Größe:
1.81 m
Gewicht:
78,7 kg
Nationalität:
Deutschland
Bilanz:
47 (35 KOs) - 2 (0 KOs) - 0
Kampfname:
-
R. Bolonti
Geburtsd.:
30.12.1978
Größe:
m
Gewicht:
kg
Nationalität:
Argentinien
Bilanz:
35 (24 KOs) - 2 (0 KOs) - 0
Kampfname:
La Bestia
Letzte Aktualisierung: 16:53:09
Nach dem Kampf
 
Wie dem auch sei, ich darf mich an dieser Stelle von Ihnen verabschieden, für das Interesse und die Aufmerksamkeit danken und ein schönes Pfingstwochenende wünschen!
Nach dem Kampf
 
Bemerkenswert ist die Aussage von Promoter Wilfried Sauerland, dass Jürgen Brähmer "ähnlich wie Bernard Hopkins die Gegner ausgehen". An der Stelle muss man dann doch mal vorsichtig nachfragen, ob es in der großen Spannbreite zwischen Roberto Bolonti und Bernard Hopkins nicht doch noch ein paar andere Gegner für Brähmer gäbe, die dem Deutschen durchaus einen spannenden Kampf liefern und Probleme bereiten könnten.
Nach dem Kampf
 
Wie geht es jetzt für die beiden Kontrahenten weiter? Roberto Feliciano Bolonti wird wieder in der argentinischen Bedeutungslosigkeit verschwinden, aus der ihn Sauerland für diesen Titelkampf geholt hat. Und Jürgen Brähmer kann weiter von einem großen Fight in den USA mit Altmeister Bernard Hopkins träumen.
Nach dem Kampf
 
Auch Trainer Karsten Röwer ist zufrieden, dass sein Schützling Jürgen Brähmer die Aufgabe so gut gelöst hat. Dass sich der Weltmeister in der letzten Runde noch mal auf eine "Keilerei" eingelassen hat, hat Röwer nach eigener Aussage noch "ein bisschen ins Schwitzen" gebracht. Aber letzten Endes freut sich das Team über den ungefährdeten und glasklaren Sieg.
Nach dem Kampf
 
Roberto Bolonti gibt zu Protokoll, dass "Jürgen Brähmer ein würdiger Weltmeister ist". Der Argentinier räumt auch ein, dass er nicht die richtige Distanz und den richtigen Rhythmus gefunden hat. Das konnte man sehen. "Ich gehe trotzdem zufrieden nach Hause und denke, dass ich einen guten Kampf gezeigt habe." Darüber kann man zumindest geteilter Meinung sein.
Nach dem Kampf
 
Jürgen Brähmer spricht vom "erwartet schweren Kampf". Nun muss man ihm zugute halten, dass er ja selber im Ring stand und deswegen nicht sehen konnte, wie klar und einseitig die Angelegenheit war.
Nach dem Kampf
 
Am Urteil gibt es nichts zu deuteln, es muss aber die Frage erlaubt sein, was so ein "WM-Kampf" beweisen soll. Roberto Feliciano Bolonti war mit Sicherheit kein würdiger Herausforderer für Jürgen Brähmer und angesichts der anderen starken Gegner im Halbschwergewicht kein Maßstab für mögliche Vereinigungs-Kämpfe gegen Bernard Hopkins, Adonis Stevenson oder Sergey Kovalev.
Urteil
 
Die Punktrichter geben Bolonti sogar nur zwei bzw. eine Runde, werten mit 118:109, 119:108 und 119:108 für Jürgen Brähmer. Auch das kann man so vertreten. Die Höhe des Sieges ist letzten Endes egal, unterm Strich verteidigt Jürgen Brähmer seinen WBA-Weltmeister-Titel hochverdient.
Nach dem Kampf
 
Drei der zwölf Runden kann man Bolonti geben, die übrigen neun müssten bei Jürgen Brähmer sein. Da noch dem Herausforderer noch ein Punkt abgezogen wurde, sollten also alle mit einem Punkturteil von 117:110 gut leben können.
Nach dem Kampf
 
Warum nicht gleich so? Diese Frage in Richtung Roberto Bolonti muss erlaubt sein, wenn man die letzte Runde als Maßstab nimmt. Wenn der Argentinier über die volle Distanz mit diesem Tempo und dieser Konsequenz geboxt hätte, wäre hier deutlich mehr drin gewesen. So wird Jürgen Brähmer einen ungefährdeten Punktsieg einfahren.
 
Nach einer actiongeladenen letzten Runde ist der Kampf beendet.
 
Nach einem linken Haken wackelt Brähmer leicht, fällt aber nicht. Und Bolonti hat sich in diesem Spurt offenbar ausgepowert, kann nicht mehr entscheidend nachsetzen. Stattdessen schlägt Brähmer noch mal zurück und deckt den Argentinier mit Körpertreffern ein.
 
Zumindest versucht es der Herausforderer jetzt noch mal mit einem Schlussspurt, deckt Brähmer mit einer Hakenserie ein und bringt ein paar Treffer ins Ziel.
 
Sein Trainer hat Roberto Bolonti in der Pause noch mal zugerufen, dass es um seine Familie geht. Der Argentinier soll bei der Ehre gepackt werden, mal schauen, ob das gelingt.
 
Es geht in die zwölfte und letzte Runde.
Rundenpause
 
Und noch eine Runde, die auf das Konto des Deutschen geht. Langsam muss den Punktrichtern langweilig werden. Man könnte es ihnen nicht verübeln, wenn sie eingenickt wären.
 
Die elfte Runde ist beendet.
 
Es ist wirklich schwer zu sagen, worauf Bolonti wartet. Der Argentinier schlägt nach wie vor so gut wie gar nicht.
 
Jürgen Brähmer scheint jetzt die vorzeitige Entscheidung suchen zu wollen. Der Deutsche nutzt den Raum, den ihm sein Gegner bietet, zu ein paar guten Angriffen und harten Händen. Doch saubere Treffer bringt auch der Weltmeister nicht mehr ins Ziel.
 
Zu sagen, dass Bolonti kein Mittel gegen Brähmer findet, wäre schon euphemistisch, weil der Argentinier es ja nicht mal versucht. Selten hat man einen WM-Herausforderer so selten schlagen sehen.
 
Die "Championship Rounds" beginnen mit dem Gong zur elften Runde.
Rundenpause
 
Die ewige Wiederkehr des Gleichen: Jürgen Brähmer sichert sich auch diesen Durchgang. Ein Punktsieg für den Argentinier ist jetzt sogar dann ausgeschlossen, wenn er Brähmer in den letzten Runden zwei oder drei Mal zu Boden schicken würde.
 
Ende der zehnten Runde.
 
Bolonti schlägt fast ausschließlich, wenn die beiden schon im Clinch stehen. Das sieht nicht schön aus und reicht natürlich auch nicht, um Punkte zu sammeln und Runden zu gewinnen.
 
Nach wie vor wird Jürgen Brähmer hier nicht richtig gefordert, kann mit seinem Gegner spielen und ab und zu einen Jab landen. Das reicht vollkommen aus, mehr muss er hier nicht zeigen.
 
Im Infight zieht Brähmer einen kurzen Aufwärtshaken hoch, der voll trifft und den Kopf seines Gegners kurz nach hinten schnappen lässt. Das dankbare Schweriner Publikum belohnt diesen Treffer mit Szenenapplaus.
 
Die zehnte Runde wird freigegeben.
Rundenpause
 
Jürgen Brähmer sammelt Runde um Runde, weil Roberto Bolonti ihn lässt. Echte Spannung verspricht die Auszählung der Punktzettel nicht, dafür dürfte der Deutsche mittlerweile zu deutlich führen.
 
Das war die neunte Runde.
 
Es bleibt dabei: Wirklich WM-würdig ist dieser Kampf nicht, dafür ist der Argentinier einfach zu schwach. Brähmer wird das ganz entspannt nach Hause boxen.
 
Jürgen Brähmer merkt, dass von seinem Gegner nicht mehr viel kommt. Der Deutsche setzt vereinzelte Treffer, die ausreichen, um den schwachen Bolonti zu dominieren.
 
In der Rundenpause hat Bolontis Trainer etwas sehr Wahres gesagt: "Wenn du nicht schlägst, schlägt er." Das ist genau das Problem, das der Argentinier hier über weite Strecken hat. Die entscheidende Frage ist, warum der Herausforderer nicht schlägt. So kann er mit Sicherheit nicht Weltmeister werden.
 
Ring frei zu Runde neun.
Rundenpause
 
Durch den Punktabzug geht dieser Durchgang sogar mit zwei Zählern Vorsprung an Jürgen Brähmer, der nach Punkten schon fast nicht mehr verlieren kann. Bolonti wird auf den KO gehen müssen, wenn er doch noch gewinnen will.
 
Auch die achte Runde ist beendet.
 
Dann gibt es aber doch eine weitere Ermahnung und damit einen Punktabzug gegen Bolonti für das wiederholte Schlagen auf den Hinterkopf.
 
Dann stoßen beide Kontrahenten mit den Köpfen zusammen. Jürgen Brähmer schaut den Ringrichter hilfesuchend an, erwartet da wohl die nächste Verwarnung gegen seinen Gegner. Die bleibt aber aus.
 
Ringrichter Erkki Meronen ermahnt den Herausforderer, weil er zum wiederholten Mal im Clinch auf den Hinterkopf geschlagen hat. Das ist gefährlich und deswegen nicht erlaubt.
 
Bolonti scheint die Hoffnung auf den WM-Titel schon aufgegeben zu haben. Anders ist eigentlich nicht zu erklären, warum der Argentinier nicht mehr versucht und kaum noch schlägt.
 
Auf geht's in die achte Runde.
Rundenpause
 
Wieder mal eine Runde für Jürgen Brähmer, die der Weltmeister durch seine größere Aktivität und die klareren Treffer für sich entscheidet.
 
Der Gong beendet die siebte Runde.
 
Durch die wieder besser treffenden Jabs und linken Geraden von Brähmer hat sich der argentinische Herausforderer eine blutige Nase eingefangen.
 
Jetzt wird Jürgen Brähmer wieder aktiver, variiert gut, indem er abwechselnd zu Kopf und Körper schlägt und auch mal Aufwärtshaken einstreut.
 
In eine Offensivaktion von Brähmer schlägt Bolonti einen kurz gezogenen linken Haken als Konter. Dieser Treffer bringt den Deutschen kurz ins Wackeln, weil er gerade in der Bewegung und deswegen außer Balance war.
 
Die siebte Runde wird eingeläutet.
Rundenpause
 
Diese Runde bekommt Jürgen Brähmer quasi geschenkt, weil Bolonti in die Lethargie der Anfangsphase zurückfällt. Der Auftritt des Weltmeisters ist aber bei Weitem nicht so dominant, wie man das erwarten durfte.
 
Halbzeit in Schwerin, sechs Runden sind vorbei.
 
Beide schlagen und treffen in dieser Phase relativ wenig. Bolonti scheint sich nach einem kurzen "Zwischenspurt" wieder etwas ausruhen zu müssen. Es ist insgesamt ein WM-Kampf auf sehr durchschnittlichem Niveau.
 
Dann landet der Deutsche wieder eine schöne Kombination zu Kopf und Körper. Diesen Leberhaken dürfte Bolonti gespürt haben.
 
Brähmer beschwert sich jetzt immer wieder darüber, dass sein Gegner ihn festhält und den Ellbogen reinschiebt. Von diesen Unsauberkeiten darf sich der Weltmeister nicht aus dem Konzept bringen lassen.
 
Ring frei Runde sechs.
Rundenpause
 
Jetzt mal eine klare Runde für den Herausforderer, der immer besser in den Kampf findet, weil Brähmer dies zulässt und selber nachlässt. Der Deutsche muss wieder mehr machen.
 
Das war die fünfte Runde.
 
Brähmers Aktionen kommen nicht mehr so gut ins Ziel wie zu Beginn. Bolonti hat die richtige Distanz gefunden, vermeidet die Jabs und landet dann gute Konter.
 
Der Argentinier marschiert nach vorne, versucht sich die Ringmitte zu sichern. Jürgen Brähmer muss jetzt aufpassen, dass ihm in dieser Phase der Kampf nicht aus den Fingern gleitet.
 
Zu Beginn des Durchgangs versucht es Bolonti wieder mit wilden Haken, von denen zumindest einer ins Ziel findet. Danach pendelt Brähmer gut aus, kann so Schlimmeres verhindern.
 
Die fünfte Runde beginnt.
Rundenpause
 
Das war die erste Runde, die man mit etwas Wohlwollen dem Argentinier geben könnte, der etwas mehr gemacht hat. Brähmer trifft zwar besser, darf aber nicht zu passiv agieren.
 
Das erste Kampfdrittel endet mit Runde vier.
 
Zum Ende der Runde schlägt Brähmer wieder etwas mehr, bringt ein paar Jabs ins Ziel. Das, was der Deutsche macht, sieht deutlich koordinierter und gezielter aus als die doch relativ wilden Versuche des Herausforderers.
 
Dann kommt doch mal die erste Haken-Kombination des Argentiniers, die Brähmer aber nicht im geringsten erschüttert. Trotzdem muss der Deutsche jetzt selber mehr machen, wenn er diese Runde nicht abgeben will.
 
Bolonti scheint zu wissen, dass er mehr machen muss, aber bislang fehlen ihm die Mittel. Brähmer ist der klar überlegene Mann.
 
Es geht in die vierte Runde.
Rundenpause
 
Der Kampf wird etwas ausgeglichener, weil sich Bolonti endlich dazu entschieden hat, auch mitzuschlagen. Trotzdem sollte Brähmer auch dieser dritte Runde gewonnen haben.
 
Ende der dritten Runde.
 
Auch defensiv sieht das bislang gut aus, was Brähmer macht. Wenn Bolonti es doch mal versucht, ist er schnell auf den Beinen und sehr beweglich im Oberkörper.
 
Der Herausforderer macht etwas mehr, dadurch wird der Kampf offener. Brähmer landet einen schönen Konter mit der Linken, geht dann wieder selber in die Offensive und setzt schöne Körpertreffer.
 
Bolonti setzt den ersten zaghaften Treffer, kann Brähmer damit aber bislang nicht beeindrucken. Trotzdem muss der Deutsche natürlich aufpassen. Die KO-Quote des Argentiniers ist schließlich durchaus beeindruckend.
 
Die dritte Runde hat begonnen.
Rundenpause
 
Wieder eine klare Runde für Brähmer, der sich hier wirklich nicht zerreißen muss, weil Bolonti bislang noch überhaupt nicht stattfindet. Im Sinne der Spannung und des Spektakels dürften beide gerne noch eine Schippe drauflegen.
 
Das war Runde zwei.
 
Jürgen Brähmer boxt sehr ökonomisch, schlägt nicht viel, sondern gezielt, sucht immer wieder die Lücke und bringt dann vereinzelte Jabs und Schlaghände ins Ziel. Das ist nicht spektakulär, aber reicht gegen diesen Herausforderer.
 
Der deutsche Weltmeister hat hier bislang alles im Griff. Bolonti versucht es mal mit einem einzeln geschlagenen rechten Haken zum Kopf, doch Brähmers Deckung steht.
 
Brähmer ist weiter im Vorwärtsgang, drängt seinen Gegner an die Seile und sucht dann mit dem linken Körperhaken zum ersten Mal die Leber des Argentiniers. Auch das ist ein probates Mittel, dem sich Rechtsausleger wie Brähmer gerne bedienen.
 
Ring frei zur zweiten Runde.
Rundenpause
 
Klare Auftaktrunde für Jürgen Brähmer, der nicht viel machen muss, um sich diesen Durchgang zu sichern. Bolonti scheint einen Heidenrespekt vor dem Weltmeister zu haben.
 
Die erste Runde ist beendet.
 
Der Deutsche zieht nach einem weiteren Jab die linke Schlaghand nach und landet damit den ersten harten Treffer. Der Herausforderer agiert hier zu Beginn viel zu passiv, macht so gut wie nichts.
 
Jetzt versucht es der Argentinier mit zaghaften Angriffen in Richtung Körper, doch Brähmers Beinarbeit sieht gut aus. Er ist schnell genug weg, sobald Bolonti ihm zu nahe zu kommen droht.
 
Brähmer beginnt mit ein paar schönen Jabs, Bolonti wartet zu Beginn ab, hat in den ersten dreißig Sekunden noch gar nicht geschlagen.
 
Der Kampf wird freigegeben, die erste Runde läuft.
Nationalhymnen
 
Nun erklingen die vor WM-Kämpfen obligatorischen Nationalhymnen - zuerst wie immer die des Gastes, in diesem Fall also die Himno Nacional Argentino, in deren Text es unter anderem heißt "Mögen wir von Ruhm gekrönt leben." Mal schauen, ob das nach dem heutigen Kampf gelingt. Dann folgt das "Lied der Deutschen", beide Hymnen werden formschön von einem Streichorchester gespielt.
Kampfgericht
 
Noch ein schneller Blick auf die Offiziellen des heutigen Abends: Ringrichter ist Erkki Meronen aus Finnland, die Punktrichter heißen Jean-Francois Toupin (Frankreich), Manuel Oliver Palomo (Spanien) und Mikael Hook (Schweden).
Walk-In Brähmer
 
Wie bei deutschen TV-Kämpfen mittlerweile fast schon Usus darf eine Rock-Combo zu Promo-Zwecken ein neues Lied performen, bevor der Hauptkämpfer sich auf den Weg zum Ring machen darf. Diese Band hat überigens etwas mit Herausforderer Bolonti gemeinsam: Sie dürfte (zumindest bislang) nur ausgewiesenen Experten ein Begriff sein. Dann kommt Jürgen Brähmer in langer Robe die Showtreppe herunter und wird von seinem Heim-Publikum in Schwerin natürlich sehr freundlich begrüßt.
Walk-In Bolonti
 
Der argentinische Herausforderer macht sich standesgemäß zu Latino-Klängen auf den Weg zum Ring. Er sieht gut gelaunt aus, grinst breit und trägt ein Stirnband in Landesfarben.
vor Beginn
 
Bevor er von Namen wie Hopkins träumen kann, muss Jürgen Brähmer aber natürlich heute erst mal Ricardo Bolonti aus dem Weg räumen. Auch sein Trainer Karsten Röwer mahnt Konzentration an: "Erst mal zählt nur dieser Kampf. Was danach kommt, werden wir dann sehen."
vor Beginn
 
Amerika könnte auch für Halbschwergewichtler Jürgen Brähmer ein interessanter Markt und noch mal ein spätes Ziel zum Ende seiner Karriere sein. Mit Altmeister Bernard Hopkins (IBF und WBA Super Champion), dem Kanadier Adonis "Superman" Stevenson (WBC) und dem Russen Sergey "Krusher" Kovalev (WBO) sind die Weltmeister der anderen Verbände in Nordamerika aktiv und große Stars bei den konkurrierenden TV-Sendern HBO und Showtime. Gegen alle drei würde es für Brähmer zwar vermutlich sehr eng werden, in jedem Fall wären bei allen möglichen Vereinigungskämpfen aber ordentliche Zahltage garantiert.
vor Beginn
 
Doch die Entscheidung über die Zukunft von Sauerland Event fällt natürlich nicht heute im Ring. Insgesamt ist der Berliner Stall auch deutlich besser aufgestellt als Universum. Neben dem deutschen Markt ist Sauerland auch in Skandinavien und England aktiv und unterhält gute Beziehungen zu US-Sendern. Möglich also, dass sich der Stall in Zukunft internationaler ausrichtet und noch mehr ins Ausland orientiert.
vor Beginn
 
Spannender als der heutige Kampf könnte die Frage sein, wie es mit dem Berliner Sauerland-Stall weitergeht. Wie in der Szene schon lange gemunkelt und inzwischen öffentlich bekannt wurde, wird der Fernsehvertrag des größten deutschen Promoters nicht über das Jahresende hinaus verlängert. Von vielen Boxern und einigen Mitarbeitern hat sich Sauerland schon getrennt, weitere werden dem Vernehmen nach schon bald folgen. Für Brähmer muss das so etwas wie ein böses Déjà-vu sein. Dasselbe erlebte er wie bereits erwähnt schon bei Universum, so am Ende die Insolvenz nicht mehr abzuwenden war und der Weltmeister seinen Gürtel am grünen Tisch verlor. Für Jürgen Brähmer kann man nur hoffen, dass ihm bei seinem neuen Stall nicht ein ähnliches Schicksal droht.
vor Beginn
 
Insgesamt stehen für "La Bestia" aus Buenos Aires 35 Siege bei nur zwei Niederlagen zu Buche, 24 Mal konnte er durch KO gewinnen - ein durchaus beeindruckender Kampfrekord. Seit der Niederlage gegen Bellew setzte es fünf vorzeitige Siege in Folge. Auch Jürgen Brähmer hat zwei Niederlagen im Kampfrekord - 2006 gegen Mario Veit und 2008 gegen Hugo Hernan Garay, übrigens auch einen Argentinier. Als schlechtes Omen für heute muss man das aber nicht werten. 2010 konnte der Deutsche mit Mariano Nicolas Plotinsky einen weiteren Argentinier in der fünften Runde durch TKO besiegen und so seinen WBO-WM-Titel verteidigen.
vor Beginn
 
Auch Brähmers heutiger Gegner Roberto Feliciano Bolonti ist schon 35 Jahre alt, kann aber keine vergleichbaren Erfolge vorweisen. In seinem bislang größten Kampf um die WBC-Silber-WM war er im Dezember 2012 gegen den Engländer Tony Bellew absolut chancenlos. Bolonti verlor jede Runde und musste zwei Mal zu Boden, kam aber zumindest über die volle Distanz von zwölf Runden. Mal schauen, ob dem Argentinier das heute auch gelingt. Eine echte Siegchance räumt dem Herausforderer eigentlich niemand ein.
vor Beginn
 
Im stolzen Alter von 35 Jahren erlebt Brähmer seit seinem Wechsel zum Berliner Sauerland-Stall seinen zweiten oder sogar schon dritten Frühling. In seiner mittlerweile fast 15-jährigen Profi-Karriere hat der früher als deutsches "Jahrhundert-Talent" gefeierte Rechtsausleger viele Höhen und Tiefen erlebt. Es ist seine zweite Regentschaft als Weltmeister. Zwischen 2009 und 2010 hielt er den WM-Titel nach Version der WBO, bevor er ihn kampflos verlor, da sein damaliger Promoter Universum Box-Promotion Insolvenz anmelden musste, wodurch Brähmer fast zwei Jahre inaktiv war.
vor Beginn
Jürgen Brähmer verteidigt zum zweiten Mal den WBA-Weltmeister-Titel, den er im Dezember 2013 gegen Marcus Oliveira gewinnen konnte. Sein Herausforderer aus Argentinien ist international ein unbeschriebenes Blatt, wird vom Weltverband WBA aber auf Rang 14 geführt und gilt damit als qualifiziert für die freiwillige Titelverteidigung.
vor Beginn
 
Herzlich willkommen in Schwerin zum WM-Kampf im Halbschwergewicht zwischen Jürgen Brähmer und Roberto Bolonti.
Jürgen Brähmer - Roberto Bolonti
Austragungsort
Das Sport and Congress Center in Schwerin.
Klasse
Es wird im Halbschwergewicht geboxt.
Titel
Es geht um den WM-Titel nach Version der WBA.
Runden
Der Kampf ist auf zwölf Runden zu je drei Minuten angesetzt.
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