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Radsport

Di, 07.07.2015 Tour de France 2015

Radsport Live-Ticker

Tour de France 2015, 4. Etappe
Beendet
Letzte Aktualisierung: 18:47:57
Ende
Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihr Interesse heute und wünsche noch einen schönen Abend.
Ausblick
Die Kopfsteinpflasteretappe hielt alles, was wir uns versprochen haben. Morgen geht es dann 189 km von Arras nach Amiens. Bretteben und nicht einmal mit einer kleinen Bergwertung, also die Chance für John Degenkolb, den heute verloren Etappensieg nachzuholen.
Fazit
Diesen Erfolg gönnt Tony Martin jeder, einfach großartig, wie er sich nach diesen bitteren Enttäuschungen nicht hängen ließ und jetzt als 15. deutscher Fahrer das Gelbe Trikot überstreifen kann. Und 19 Kilometer vor dem Ziel hatte er noch einen Defekt und musste auf das Rad seines Teamkollegens Matteo Trentin wechseln. Seine anderen Kollegen fuhren ihn wieder an die Spitze heran, ein großer Erfolg für das gesamte Team Etixx-Quick Step.
Klassement
Tony Martin also in Gelb, das Grüne Trikot behält Andre Greipel, allerdings nur mehr sechs Punkte vor Peter Sagan. Degenkolb ist in dieser Wertung jetzt schon Dritter.
Den Sprint der Verfolger gewinnt John Degenkolb vor Peter Sagan. Froome verliert mindestens drei Sekunden, aber dazu kommt ja noch Martins Zeitbonifikation für den Etappensieg.
Ein überglücklicher Tony Martin feiert ausgelassen, als hätte es diese beinharten 224 km nicht gegeben. Gelb im vierten Anlauf, süßer hat sicherlich nie ein Sieg für ihn geschmeckt nach all diesen Enttäuschungen und Sekundenkrimis der letzten Tage.
Ziel
Die letzten Meter mit dem Anstieg ziehen sich unendlich hin! Aber es reicht für Tony Martin, er gewinnt die Etappe und holt sich Gelb!
1 km
Flamme Rouge für Tony Martin! Wir zählen die Sekunden. Es sind nicht viele, aber es könnte reichen.
2 km
Er blickt sich kurz um, Degenkolbs Helfer organisieren die Verfolgung. Und auch der Chefsprinter persönlich muss hier mitmachen. Noch 2.000 Meter!
3 km
Das zweite Hauptfeld mit Pinot und Greipel liegt weiter drei Minuten zurück. Und da kommt die Attacke von Tony Martin!
4 km
Nibali, Valverde und Contador haben ihr Tagwerk nun wohl erledigt. Froome hat noch einen Spezialauftrag zu erfüllen, am Hinterrad von Martin über die Ziellinie zu fahren.
5 km
Degenkolb hat zwei Helfer an seiner Seite. Das ist besser als nichts.
7 km
Keine Ausreißversuche aktuell, welchen Plan hat Tony Martin? Und welcher Sprinter hat noch die meisten Helfer, um einen idealen Zug für die letzten 1.000 Meter aufzuziehen?
10 km
10 km vor dem Ziel blicken wir auch noch einmal auf das Grüne Trikot. Greipel wird heute punktelos bleiben, dementsprechend bräuchte Sagan die 30 Zähler für Platz 1.
11 km
Nibali attackiert, Degenkolb setzt höchstpersönlich nach. Nach seinem Sieg bei Paris-Roubaix will der Deutsche auch heute Pflastersteingeschichte schreiben.
13 km
Letztes Kopfsteinpflaster! 2.300 Meter sind noch einmal zu bewältigen.
15 km
FDJ im Stile eines Mannschaftszeitfahrens. Und vorne ist das Tempo mal etwas reduziert, daher kommt Tony Martin mit seinen Helfern wieder ran. Die Hoffnung auf Gelb lebt wieder.
17 km
Andre Greipel ist jetzt endgültig weg vom Fenster, viel spricht aktuell für John Degenkolb.
18 km
Auch Tony Martin braucht technische Unterstützung, glücklicherweise nach dem Kopfsteinpflaster. Da kann er wieder ranfahren. Pinot sicher nicht, der wechselt jetzt erneut das Rad.
19 km
Defekt bei Thibaut Pinot, er bleibt das einzige Opfer dieses Sektors. Aber das wird ganz schwer, da noch einmal ranzukommen. 1:30 Minuten beträgt sein Rückstand aktuell.
20 km
Das Örtchen Quievy und somit das Ende dieser längsten Kopfsteinpflasterpassage ist erreicht. Keine Ausreißer, aber das Hauptfeld ist gewaltig zusammengeschrumpft.
22 km
Fünf Stunden sind die Fahrer schon unterwegs und trotzdem wird jetzt ein brutales Tempo auf den Pflastersteinen angeschlagen. Und daher kommt auch keiner weg im Moment.
23 km
Diese 3.700 Meter Kopfsteinpflaster werden jetzt wohl nicht ohne Angriffe bleiben.
25 km
Nibali zeigt sich heute des öfteren an der Spitze. So auch diesmal, mit John Degenkolb an seinem Hinterrad.
26 km
Jetzt ein 1,5-km-Abschnitt mit Kopfsteinpflaster. Dann aber wird die Sache richtig spannend, denn bei Fontaine-au-Tertre sind es gleich 3,7 km. Greipel ist wieder herangekommen.
30 km
30 km vor dem Ziel ist Andre Greipel wohl schon geschlagen, das Tempo an der Spitze ist enorm. Tony Martin hält sich konsequent in der Nähe des Gelben Trikots auf, aber kann er es Froome heute auch entreißen?
32 km
Und das geht dann ruckzuck. Das Feld hat sich in zwei Gruppen gespalten. Die erste ist die größere, die zweite hat schon eine halbe Minute Rückstand.
33 km
Einige müssen hinten abreißen lassen, auch Andre Greipel hat Probleme.
37 km
Auch dieses Stück ist für alle Beteiligten gut überstanden. Aber da warten gleich wieder 1.200 Meter "Secteur pave".
39 km
Wieder darf gepflastert werden. Astana sorgt für ein hohes Tempo auf diesen 1,6 km.
41 km
Und jetzt ist auch Schicht im Schacht für De Gendt, Quemeneur und Brun. Das Feld ist wieder vereint.
42 km
Astanas Westra hat die Flucht aufgegeben, es ist mittlerweile auch aussichtslos für das ehemalige Spitzenquartett.
45 km
Staubige Sache, aber wenigstens ist es noch nicht rutschig. Das Publikum am Straßenrand tobt wie bei einer Bergprüfung der Ehrenkategorie.
46 km
1.200 Meter Kopfsteinpflaster sind angesagt, aber das Hauptfeld fliegt heran und hat nur mehr 30 Sekunden aufzuholen.
50 km
50 km vor dem Ziel beträgt der Vorsprung der Ausreißer nur mehr exakt 1:10 Minuten. Daniel Martin und Jack Bauer sind in einer Kurve gestürzt und jagen jetzt dem Peloton hinterher.
53 km
Und die Sache mit den Pflastersteinen könnte noch tückischer werden, denn in der Region werden vereinzelte Regenfälle gemeldet.
57 km
Wann geht es mit dem Kopfsteinpflaster los? Ein erstes Teilstück steht bei Famars 46 km vor dem Ziel an. Insgesamt summiert sich das Pavé heute auf 13,3 km in sechs Sektoren.
63 km
Luftlinie sind wir jetzt schon relativ dicht am Zielort Cambrai. Allerdings steht jetzt noch ein kleiner Schlenker in Richtung Norden an. Dabei streift man die Außenbezirke der 43.000-Einwohnerstadt Valenciennes. Das wird die dortigen Radsportfans freuen, der Fußballverein ist hingegen seit dem Vorjahr nur mehr zweitklassig.
68 km
Alles wie gehabt, das Peloton lässt die Ausreißer weiter gewähren, aber wenn der Rückstand über drei Minuten anschwillt, dann wird wieder kurz in die Eisen gestiegen. Alles spricht aktuell für den erwarteten Massensprint.
75 km
Die Tour hat mittlerweile Frankreich erreicht. Und hier bleiben wir auch, denn die Pyrenäen- und Alpenetappen führen in diesem Jahr nicht ins befreundete Ausland.
79 km
Auch heute geht es leider nicht ohne Sturz. Aber Sam Bennett und Samuel Sanchez ist nichts passiert, nur die Fahrräder bzw. deren Reifen sind nicht mehr zu gebrauchen.
84 km
Sagan hat also einen Punkt auf Greipel aufgeholt und der geht somit mit einem Vorsprung von 26 Zählern nachher in den Zielsprint. Sollte der Slowake gewinnen, muss Greipel mindestens Sechster werden, um Grün zu behalten. Aber da haben Degenkolb und Co. natürlich noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.
85 km
Und der echte Sprint geht dann an Cavendish vor Sagan und Greipel. Die beiden Deutschen kamen sich dabei etwas in die Quere, daher hatte Degenkolb keine Chance.
86 km
Die Ausreißer sprinten durchaus, Thomas de Gendt holt sich 20 Punkte und seinem Team Lotto-Soudal 1.500 Euro.
87 km
So, gleich sind die Sprintpunkte im Angebot. Für die vier Ausreißer und ihre Teams sind diese zwar nicht wirklich relevant, aber ein paar Euros zusätzlich in die Mannschaftskasse sind ja auch kein Fehler.
90 km
Und da es sich um eine Flachetappe handelt, ist der Etappensieg besonders wertvoll. 45 Punkte kann der Sieger einsacken, aktuell hält Greipel in Grün bei 55 Punkten und sein erster Verfolger, Peter Sagan, bei 48.
95 km
In knapp zehn Kilometern steht dann der einzige Sprint des Tages an. Auch wenn die Ausreißer bis dahin nicht eingeholt werden, es wird ordentlich zur Sache gehen, denn auch für die Plätze 5 bis 15 gibt es noch Punkte. Der Fünfte beispielsweise wird mit elf Zählern belohnt.
99 km
Die ersten Kopfsteinpflasterpassagen sind auch schon bewältigt. Reichlich Reifenschäden mussten behoben werden, aber niemand fiel entscheidend zurück. Das Tempo ist jetzt wieder überschaubar, das Spitzenquartett wird an der beliebten Drei-Minuten-Leine gehalten.
100 km
Und jetzt, exakt 100 km vor dem Ziel, steigen wir live ins Geschehen ein. Der Vorsprung der Ausreißer ist auf rund drei Minuten zusammengeschmolzen, da John Degenkolbs Giant-Alpecin-Mannen die Nachführarbeit mit Nachdruck durchzogen.
170 km
Die einzige Bergwertung des Tages gab es schon nach 53 km bei der Zitadelle von Namur. Der eine Bergpunkt ging an Lokalmatador Thomas De Gendt. Damit wird Joaquin Rodriguez auch morgen das gepunktete Trikot tragen dürfen.
Rennsituation
Gleich nach dem Start ergriffen vier Fahrer die Flucht. Und Westra (NED, Astana), Quemeneur (FRA, Europcar), De Gendt (BEL, Lotto) und Brun (FRA, Bretagne-Seche) holten sich teilweise schon fast zehn Minuten Vorsprung heraus.
Gestern meldete ich Ihnen kurzzeitig schon die Aufgabe von Laurens ten Dam, der sich beim Massensturz diverse Blessuren zuzog und die Schulter ausgekugelte. Aber der unverwüstliche Holländer überraschte sein Team mit der Forderung nach einem Ersatzrad und fuhr tatsächlich noch ins Ziel und heute ist er unfassbarerweise auch wieder dabei. Das sind die Geschichten, die die Tour zur größten sportlichen Herausforderung auf diesem Planeten machen.
Ausfälle
Wie zu erwarten war, sorgte der schwere Sturz gestern für viele Ausfälle. Fabian Cancellara kam zwar trotz eines Bruchs zweier Lendenwirbel mit viel, viel Schmerzen noch ins Ziel, aber weiter geht es natürlich nicht. Besonders schlimm hat es William Bonnet erwischt, er stürzte gestern als erster Fahrer und wurde dann von diversen Kollegen überrollt. Mit einer Gehirnerschütterung und einem Bruch des zweiten Halswirbels waren die Folgen entsprechend schwerwiegend. Tom Dumoulin, der um das Trikot des besten Nachwuchsfahrers ein Wort mitreden wollte, muss nach Brüchen im Schulterbereich ebenfalls diese Hoffnungen begraben. Und noch drei Fahrer sehen wir leider nicht mehr, Simon Gerrans, Daryl Impey und Dmitry Kozontchuk. Dazu kommt noch Andreas Schillinger vom Team Bora-Argon 18, der zwar nicht in den Sturz verwickelt war, aber über Nacht erkrankte. Gute Besserung an alle!
Start
Los ging es schon um kurz nach 12 Uhr. Heute ist ja mit 224 km auch eine Marathonetappe zu bewältigen. Der Schnitt wird auf dieser Flachetappe bei rund 40 km/h liegen.
Die Trikots
Wieder einmal ein Anlauf von Tony Martin in Richtung Gelb, aber die eine Sekunde wird sich ein Chris Froome wohl nicht abnehmen lassen in einem zu erwartenden Massensprint. Sagan will das Sprinter-Grün von Greipel angreifen, das wird sicherlich besonders interessant.
Etappenprofil
Mehr oder weniger ein brettebenes Profil mit vielen Kilometern Kopfsteinpflaster wird heute geboten. Und somit ein Tag für die Sprinter, vor allem John Degenkolb und sein deutsches Team Giant-Alpecin machen sich große Hoffnungen.
vor Beginn
Zweiter Tag der Tour 2015 in Belgien und heute wird vor allem die Provinz Hennegau in der Wallonie durchfahren. Im Laufe des Nachmittags befahren wir dann erstmals französischen Boden, das Ziel liegt in Cambrai im Departement Nord.
vor Beginn
Herzlich willkommen zur vierten Etappe der Tour de France, die über 223,5 km von Seraing nach Cambrai führt.
Pos.
Fahrer
Zeit
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